Objekt

Wohnüberbauung Webi-Areal Ost, Aarburg (AG)

Jahr

2010

Wettbewerbsveranstalter

Fortimo Invest AG

Nutzung/ Raumprogramm

Wohnüberbauung mit 238 Wohnungen von 2 ½ bis 5 ½ Zimmer sowie 6'500m2 Gewerbe- und Dienstleistungsflächen

Ausführung

2011-2018

Wettbewerb/ Rangierung

1. Rang

 

Auszug Jurybericht

Das Projekt untersucht unter Berücksichtigung der spezifischen Lagequalitäten den grösstmöglichen Aussenraum und die bestmögliche Wohnqualität. Zwei lange Zeilen bilden, zusammen mit dem östlichen Bachhain das Rückgrat des Quartiers mit Ausrichtung gegen Süden und Westen sowie der Festung am Horizont. Der verbleibende weite, offene Grünraum mit Villa und Baumbestand im Norden sowie Damm und Baumhain im Süden, wird mit acht fünfgeschossigen Punktbauten, räumlich durchlässig, das ehemalige Vorfeld der Villa erahnbaren, stets erfahrbar thematisiert. Mit diesem Konzept entsteht einerseits der grösstmögliche, zusammenhängende, bis an den natürlichen Siedlungsrand erfahrbare Aussenraum, weiter überdurchschnittlich grosse Gebäudeabstände – und die Villa samt Remise erhält deren respektvolle Situation als Teil eines neuen Ganzen.

In den Langbauten finden wir Dienstleistungen und Wohnungen, letztere nahe den Baumbeständen im Norden und Osten, hier in den oberen Stockwerkslagen

. Die Konzeption der Gewerbe-/Dienstleistungsnutzungen im westlichen Langhaus erlaubt auch, je nach Nachfrage, eine zwischenzeitliche Nutzung als Loft- oder Atelierwohnung. In den acht Punktbauten erschliessen grosszügige, räumlich spannende, helle Treppenhäuser total 164 Wohneinheiten! Deren Grundrisse, ob Miet- oder Eigentumnutzungen, werden durch eine fliessende Raumfolge von Wohnen, Kochen und Essen im Zentrum sowie beidseitig anschliessenden Schlaf- mit ihnen zugeordneten Sanitärbereichen bestimmt. Über den der Mitte zugeordneten grossen Balkon verbinden sich diese Raumfolgen mit der Tiefe des Aussenraumes.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hier ohne krampfhafte gestalterische und organisatorische Massnahmen ein Quartier von grosser Selbstverständlichkeit und hohen Wohnwerten entsteht. Es fügt sich harmonisch dem Bestand an und baut auf diesen Vorgaben mit klugen und massvollen Interventionen weiter.